Wir laden alle Offenbacher*innen und Frankfurter*innen, die Lust auf Bewegung und Körpererfahrung haben, zum Tanzen ein! Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen sind willkommen – egal welche Sprache Du sprichst, ob Du eine Beeinträchtigung hast, bereits tanzerfahren bist oder nicht.

Im Tanzprojekt RECLAIMING DANCE • JEDE*RMENSCH TANZT arbeiten wir mit verschiedenen Methoden der Körperarbeit, z.B. Improvisationen, Bewegungschöre und unterschiedlichen Techniken aus dem modernen Tanz. Ziel ist, neue Wege des Tanzens zu finden, in denen sich jede*r wohl fühlt und die niemanden ausschließen. Fragen, denen wir dabei nachgehen, sind: Welche Körper tanzen wie? Welche Bewegungen werden sichtbar? Wie kann Tanz für alle funktionieren?

Reclaiming Dance ist ein inklusives, integratives und partizipatives zeitgenössisches Tanzprojekt dessen Ziel es ist, Tanz für alle (Körper) zugänglich zu machen. Programmatisch wird dabei die Frage gestellt, wem Tanz gehört oder gehören sollte, wer teilhat, haben kann und haben will und welche Barrieren und Hierarchien vorhanden sind und abgebaut werden müssen, um Tanz als künstlerisches Mittel einsetzen zu können, eine gleichberechtigte und lebenswürdige Welt für alle Menschen herzustellen.

Das Reclaiming Dance Performance Kollektiv wurde 2020 von Keiko Schmitt und Anna Bolender ins Leben gerufen, um diesen Fragen im Sinne einer Artistic Research, also durch das Tanzen selbst, nachzugehen. Das Kollektiv besteht aus dem Tänzerinnen-Duo und wechselnd aus verschiedenen Akteur*innen, die in unterschiedlichen Angeboten zu Reclaiming Dance gefunden haben. Bei der Zusammensetzung der Ensembles steht vor allem auch die Förderung von (zumeist) aus dem Tanzbereich exkludierten Körpern im Vordergrund. Die Produktion selbst wird als Gemeinschaftsprozess verstanden und durch partizpative Konzeption soll eine hierarchiearme Co-Kreation möglich werden.

Bilder: Hybrid-Workshop „Elements of Dance“ mit Frédéric de Carlo, 22.05.2021 (oben), Online-Workshop „Uneven Bodies“ mit Julia Hainz (unten), 15.05.2021

Ein auf Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung basierendes Miteinander und ein konstruktiver, kooperativer Umgang, durch den sich alle in der Gruppe sicher, gesehen und geachtet fühlen können sind uns dabei wichtig. Wir begrüßen das gemeinsame Schaffen eines diskriminierungsfreien und kreativen Raumes, wo die Eigenheiten und Besonderheiten eines*r jeden Teilnehmer*in ihren Platz finden dürfen. Wir dulden allgemein diskriminierendes, sexistisches, rassistisches, homophobes und anderes menschenverachtendes Verhalten nicht und freuen uns auf eine stärkende und positive Gemeinschaftserfahrung.

Einen gewissen Konsens, was das Einhalten von Verhaltensweisen, die dem Infektionsschutz und der Sicherheit aller Beteiligten dienen, angeht, setzen wir für die Teilnahme voraus.